Freitag, 9. Juli 2010

Mit Heidi ins Ökohaus

Mit Heidi Klum in ein Ökohaus ziehen würden 23% der Deutschen. Mit Georg Clooney in eine Waldhütte auch noch 16 %. Sagt eine Trendstudie von Planethome. Mit Angela Merkel in eine Traumvilla nur noch 6 %. Dafür würden auch 14 % (vor allem Männern) ein Reihenhaus mit Angela Jolie genügen. - In Graubünden würde der Herr Regierungsrat Lardi lange wartend, dann wohlüberlegt und umsichtig umfragen, ob da nach den richtigen Personen gefragt wurde und ob diese Umfrage - wie die Wahlumfrage der SO- eventuell nicht stimmt. Und ob die HTW Hochschul-Befrager noch bei Trost seien. Nun, tröstend ist an diesen Studien immer wieder, dass wir danach wissen, was sich so alles Wissenschaft nennt.

So wissenschaftlich präzise wollte ich doch auch sein. Kürzlich habe ich deshalb mit einigen Kindergärtnern eine repräsentative Umfrage gestartet. Wiederum die Frage der Fragen: mit wem denn die Südost-SchweizerInnen gerne in ein Haus ziehen würden? Mit Carlo Janka in ein Biwak würden rund 90 % der BündnerInnen, fast gleich viele wie mit Dario Cologna. Mit der Miss Südostschweiz im Laden von Chäs-Fritz wohnen wollen dann doch nur mickrige 4%. Mit Hanspeter Lebrument ins neue Medienhaus ziehen möchten fast alle Bündner-Politiker, HansjörgTrachsel möchte aber  in diesem Falle noch häufiger in der Wirtschaftsberichterstattung erwähnt werden. Im Outlet -Center in Landquart übernachten würden offenbar doch fast 80% gerne, falls  Linda Fäh auf den  potemkinschen, angeklebten Terrassen auf sie warten würde. Ins Churer Grossratsgebäude umziehen möchten aber nur ganze 15% - obwohl der Eingang jetzt nach dem Architekten-Koran etwas aufgewertet wurde. Mit Stadtpräsident Boner ins Stadthaus ziehen würden rund 90 % der Churerinnen inklusive  einem See vor dem Haus, einer intimen Begegnungszone und kostenloser Begleitung zum Churer Fest. Bedauerlicherweise sind es Nullprozent  der RE-Power Verwaltungsräte, die in ein enkeltaugliches Öko-Minergie-Passivhaus  ziehen würden - halt ohne Heidi Klum, aber vermutlich ist das eh wegen des Steinkohle-Grills. Unerklärt bleibt, wieso die Studie feststellt, dass seit kurzem kein Arzt in einer Apotheke wohnen will. (Hat wahrscheinlich etwas mit den Pilleneinnahmen zu tun. Aber davon haben wir Pillenschlucker natürlich eh keine Ahnung.)

Ob die Mehrheit der BündnerInnen mit Frau Cahannes oder Frau Janom in eine Traumvilla im Lürlibad, oder doch lieber mit Angela Jolie in eine Block-Wohnung in der Austrasse, gegebenfalls mit Renzo Blumenthal  in eine Waldhütte möchten, hat die Studie leider nicht festgehalten. Selbstverständlich können Sie ab Dezember Einblick in die  umfassende Umfragemethodik nehmen. Die interviewgeschulte Kindergärtnerin der Kinderkrippe „Heidi und Peter“(das ist die, mit dem inbegriffenen Fachhochschul-Master) ist dann wie immer am Montag um 9 Uhr dort.

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