Ein armer Stoffel ist eigentlich ein etwas unbeholfener Mensch, der durch die Welt stolpert oder eben stoffelt. Eigentlich an arma Siach. Nicht aber in GR: da wird's zu einer positiven Wortumdeutung. Einer der „stoffelt“ ist ein Sibasiach, der nur mit grossen Nullen dealt und alle Nullen einpackt...“. Und „stoffeln“ dürfte also neu im Wörterbuch als „mit Geld pack ich alle ein... “umschrieben werden.... Ob der Dicziunari rumantsch das Wort auch aufnimmt, ist nur eine Frage der Zeit. In Vals wurde sogar überlegt, ob es nicht auch noch zur Heizung des Thermehotels genutzt werden könnte. Schliesslich wurden damit schon einige erfolgreich verheizt. In Graubünden fällt auf jeden Fall auf, dass das Wort in mancher Klatschrunde verwendet wird. Das „Bilanz“- Magazin versuchte es auszumerzen, muss jetzt aber auf einige Gerichtsurteile warten. So stossend soll „stoffeln“ offenbar nicht sein, meinen viele Bündner Strippenzieher, die biedermännisch lieber nicht über ihre Geschäfte reden.
„Stoffeln“ ist ein hippes Wort. Sogar die Fastnachtszeitung brauchts. Auf jeden Fall hat sich rumgesprochen, dass man durch die Welt stoffeln kann und nichts ahnend plötzlich reich wird. So geht's vielen, die in Graubünden mit dem neuen Wunderwort zu tun haben. Ganze Kohorten von Abhängigen, Anwälten, Regierungsräten und Wirtschaftsförderern sind engagiert, laufen wortgewaltig und hechelnd herum und hoffen auf den grossen Reibach.- Aus diesem Bach wird viel Energie erzeugt - nein, natürlich keine kriminelle. Von Pontresina, Chur bis Lenzerheide und Vals. Und die Leute entwickeln sich zu Fixern: sie denken immer nur an den Stoff. Der Stoff aus dem die Träume sind.
Kleinere Kavaliersdelikte sind dann vielleicht als Kollateralkratzer zu entschuldigen. Es geht ja ums Wohl einer grossen Gemeinschaft. Sogar die Rechtschreibung dürfte geändert werden. Wird „stoffeln“ ein neues Wort im Duden? Wie man wöchentlich neu lernt, gibt's immer wieder neue Allianzen dagegen. Zum Wort des Jahres dürfte es aber schon reichen. Immer noch besser als Döner-Mord - und bedeutend ungefährlicher, schliesslich geht's hier höchstens um nicht viel mehr als viel Geld. Aber das sagte doch schon der Pate Marlon Brando im Film: „wir sprechen bei Tisch nicht über Geschäfte.“- Da stoffeln wir lieber weiter - sprachlos über soviel Segen.
„Stoffeln“ ist ein hippes Wort. Sogar die Fastnachtszeitung brauchts. Auf jeden Fall hat sich rumgesprochen, dass man durch die Welt stoffeln kann und nichts ahnend plötzlich reich wird. So geht's vielen, die in Graubünden mit dem neuen Wunderwort zu tun haben. Ganze Kohorten von Abhängigen, Anwälten, Regierungsräten und Wirtschaftsförderern sind engagiert, laufen wortgewaltig und hechelnd herum und hoffen auf den grossen Reibach.- Aus diesem Bach wird viel Energie erzeugt - nein, natürlich keine kriminelle. Von Pontresina, Chur bis Lenzerheide und Vals. Und die Leute entwickeln sich zu Fixern: sie denken immer nur an den Stoff. Der Stoff aus dem die Träume sind.
Kleinere Kavaliersdelikte sind dann vielleicht als Kollateralkratzer zu entschuldigen. Es geht ja ums Wohl einer grossen Gemeinschaft. Sogar die Rechtschreibung dürfte geändert werden. Wird „stoffeln“ ein neues Wort im Duden? Wie man wöchentlich neu lernt, gibt's immer wieder neue Allianzen dagegen. Zum Wort des Jahres dürfte es aber schon reichen. Immer noch besser als Döner-Mord - und bedeutend ungefährlicher, schliesslich geht's hier höchstens um nicht viel mehr als viel Geld. Aber das sagte doch schon der Pate Marlon Brando im Film: „wir sprechen bei Tisch nicht über Geschäfte.“- Da stoffeln wir lieber weiter - sprachlos über soviel Segen.
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